Source Code verwaltenEine Versionsverwaltung (VCS) ist für meine Anwendungen eigentlich etwas überzogen, da ich ja alleine vor mich hinentwickle. Es gibt immer nur eine Version, aber wenn man schon mal dabei ist ...
Git [ɡɪt] ist eine freie Software zur verteilten Versionsverwaltung von Dateien, die durch Linus Torvalds initiiert wurde.
Wann immer Linus Torvalds erwähnt wird, wandern meine Gedanken zur Beerdigung von Hans-Jürgen Koch. Hans-Jürgen war ein Klassenkamerad aus der Zeit am Bodensee und einer der Jugendlichen aus der Nachbarschaft. Wir sind einige Zeit miteinander und nebeneinander durch die Pubertät und die Zeit vor dem Abitur gegangen. Nicht immer auf derselben Linie - Jugendliche können sehr differenzierte Unterscheidungen bei Kleinigkeiten machen - aber in dem Alter ist man nicht so ganz ernst zu nehmen. Wir sind uns nach dem Abitur nur selten begegnet. Hans-Jürgen war ein sehr aktives Mitglied der LINUX Community, hat Code für den Kernel beigesteuert und war wiederholt Redner auf den LINUX-Tagen Im Netz (YouTube) finden sich noch ein paar Vidoe von diesen Vorträgen. Er hatte seine Probleme und ist mit Anfang 50 einsam und krank gestorben. Seine Beisetzung fand am Bodensee in einem Waldfriedhof statt, Axel und ich sind gemeinsam dort gewesen. Auf der Trauerkarte stand ein Linus Torvalds Zitat - "For some problems, there is no technical solution at all" . Dieses Zitat ist tiefschürfender als es auf den ersten Blick den Anschein hat.
Git selbst beruht auf wenigen Kernfunktionen, die die Codeverwaltung einfach und überschaubar halten:
War GitHub ist ursprünglich als Webversion der von Linus Torvalds entwickelten Codeverwaltung eingeführt worden. Man hat das Repository nicht mehr auf der eigenen Platte, sondern als "Cloud" oder "Web" Service im Netz. Im Prinzip auch eine simple Möglichkeit eines externen BackUps.
Das ist GitHub auch nach wie vor - und so nutze ich es. Ich habe einen GitHub Account angelegt, aus der die intelliJ IDE heraus meine Projekte auf GITHub abgelegt.
Auf der GitHb Seite sieht das also so aus:
Der erste Case für mich war es, das Projekt "URLDownloder" von meinem "alten" MacBook auf das neue zu bringen. Das Handling ist extrem niederschwellig - einer der Gründe für den Erfolg der Plattform.
GitHub ist zu der Plattform für die öffentliche Verteilung und den Austausch von Software geworden. Man kann seine Repositories als "public" einstufen, und dann kann jeder GitHub Nutzer den Code nutzen.
Dem Zeitgeist (genauer den Erfolgsrezepten der Aufmerksamkeitsökonomie) folgend, steigert GitHub über Einstiege wie „Trending Repositories“ die "Awareness" von Entwicklungen, und Entwickler und Entwicklerinnen bzw. deren Repositorien erhalten über "Stars" ein besseres Ranking.
Dieses "Social Coding" kann man belächeln oder kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen, aber digitale, öffentliche Anerkennungsysteme funktionieren im 21. Jahrhundert offensichtlich. Anerkennung ist im menschlichen Miteinander ziemlich wichtig. Vielleicht ist es das, was ich als Erwachsener gegenüber Hans-Jürgen gerne noch zum Ausdruck gebracht hätte - Anerkennung.