DVDs brauchen Platz, genau wie Schallplatten. Und man kann sie nicht so ohne weiteres mitnehmen. Besonders blöd ist es, wenn man viele davon hat. Um den Platz im Regal zu räumen und die DVDs auch in Norden oder anderswo sehen zu können, lag es irgendwann auf der Hand: Alle in MP4 konvertieren und auf den Server legen. Dabei gab es ein paar Hindernisse, das erste war die Konvertierung das zweite der nötige Speicherplatz. Davon braucht man pro DVD ca 3-4 Gigabyte ....
Der zeitaufwändigste Teil. Die Software AnyMP4 "did the job". Ob die DVD als Datei oder DVD vorliegt, sie konvertiert alles stabil, recht zügig und ohne Qualitätsverlust.
Ich hatte vor einigen Jahren, auf einem Windows Rechner, einige DVDs bereits als Datei gerippt (so ca. 200), aber die meisten mussten von der jeweilgen DVD konvertiert werden. Es war ein langer Winter ...
Der einfache Videobrowser für die privaten Videoschnipsel war für die DVDs nicht geeignet. Zur Gestaltung stand bald ein Entwurf mit horizontal scrollbaren Postern der Filmen à la Netflix im Raum. Den Kern habe ich mit ChatGPT entwickelt, aber hier war im weiteren Verlauf viel manuelle Codierung und CSS Feinschliff nötig, um das volllständig responsive und flexible Design umzusetzen.
Die Filme liegen als mp4 in einer Directorystruktur. Zu jedem Film gibt es ein gleichnamiges jpg Poster in standardisierter Größe. Diese Directorystruktur stellt eine einfache Klassifikation von Filmen dar. Die jpg Poster werden dargestellt, und beim Anklicken des Pfeilsymbols unter dem jpg wird die gleichamige mp4 Datei abgespielt.
Kern des Videoservers sind ein paar Javascript Funktionen, die dynamisch ein Video-Tag über ein Overlay legt. Eine detaillierte Beschreibung des Codes findet sich hier.
Der STRATO Server gemietet habe, kostet 6€ Miete im Monat. Leider gab für das Produkt keine "preiswerte" Speichererweiterung - man muss gleich eine andere Leistungskategorie von Server mieten. Was auch verständlich ist, wer braucht denn schon Terrabyte an Speicher mit einer relativ "kleinen" CPU? Naja - ich halt.
Es gibt einige Anbieter von reinem Cloud Speicher, darunter einige (Dropbox) dedizierte Speicheranbieter für den privaten User. Ich habe mich für ein STRATO Produkt entschieden, und zwar für 2 Terrabyte. Die sind im Monat teurer als der (Virtuelle) Server, aber da war alles im Rahmen. Wichtiger ist, das es vom Server geringe Latenz bei Zugriffen auf den Speicher gibt. Und ich nehme an, das ein Speicher von einem weiteren Anbieter höhere Zugriffszeiten über das Netz haben würde, als ein STRATO "interner" Speicher.Das "Bestellen" war recht leicht, und der das der Seicher selbst ist recht günstig. Unangenehm ist aber, aber die Protokolle (Samba, WebDAV,...) um von einem (Linux) Rechner auf den Speicher zugreifen zu können, separat gebucht (und bezahlt) werden müssen. Und die sind teurer auls die Miete von 2TB Speicher. Der technische Vorgang, vom Server aus den Speicher mittels dem Samba Protokoll (auch SMB) zu "mounten" ist hier detailliert beschrieben. Auch hier ist viel passiert. Das SMB läuft tadellos, bisher musse ich nur einmal remounten.
Die 2TB reichen nicht für alle DVDs. Die reichen für 631, es sind aber mehr als 700. Und dann ist der TV immer noch das Hauptgerät um Filme anzuschauen. Die neuen TV-Geräte haben ja meist ein kleines OS (android) und können Mediendaten von angeschlossenen USB- Festplatten abspielen. Und das habe ich auch gemacht. 2 Festplatten mit allen DVDs die wir hatten aös mp4 liegen jetzt neben dem Plattenspieler unter dem Fernseher. Eigentlich könnten wir das DVD-Regal leerräumen.