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Synology NAS und Medienserver

Von der Fritz!Box über USB-Platten zum Synology NAS — eine private Mediencloud für zuhause

#Heimnetzwerk #Produkte #Technik

Auch hier habe ich an einer Ecke eines Themas angefangen zu recherchieren, und habe dann an einer ganz anderen Stelle wieder aufgehört.

Medienserver

Die DVDs sind digitalisiert und am Fernseher in Eschborn hängen zwei USB-Platten. Zwei Platten sind es, weil der TV Festplatten nur bis max. 2 TB unterstützt. Beim Anhängen der USB-Platten fiel mir auf, dass im Fernseher bei der Anwahl der Eingänge ein Fritz!Medienserver auftauchte. Unser Fritz!Router hat einen USB-Eingang. Wer liest ist klar im Vorteil, und ich konnte nachlesen, dass man mit dem Anschluss einer USB-Festplatte an dem USB-Eingang der Fritz!Box die medialen Inhalte (Videos, Audios, Bilder) der Festplatte auf dem Fernseher zugänglich machen könnte.

Philips TV

Und das funktionierte auch prima, sofern die Festplatte NTFS-formatiert war. War die Platte macOS-formatiert, gab es einige Dateien mehr, die man nicht sehen wollte.

In dem Zusammenhang stellte ich fest, dass dieser Fritz!Medienserver (und die Inhalte der Festplatte) auch im macOS-Finder (unter Netzwerk → fritz.box) zu finden waren.

Mac Finder Fritz!Box

Alle drei — die Fritz!Box, unser Fernseher als auch der Mac — unterstützen die UPnP/DLNA-Standards. Na ja, wenn ich ehrlich bin, muss ich drei Fernseher und drei Macs auflisten ...

UPnP/DLNA

Der UPnP-Standard (Universal Plug and Play) normiert die Kommunikation zwischen Netzwerkgeräten. Dies betrifft:

  • das automatische Finden/Erkennen von Geräten im Netzwerk,
  • die Beschreibung der Schnittstelle, die eine Geräteart (Router, ...) zur Verfügung stellen muss,
  • die Definition der Steuerung einer Netzwerkhardware.

Auf UPnP aufbauend gibt der DLNA-Standard (Digital Living Network Alliance) Minimalforderungen in Sachen unterstützter Datei-Formate und Transportprotokolle vor.

Die Fritz!Box ist also im Grunde genommen ein kleiner Computer, auf dem u.a. eine kleine Software läuft, die mittels dem UPnP/DLNA-Protokollstandard Dateien an Geräte (die den Standard auch "verstehen") liefert. So ein Medienserver ist im Grunde eine private Cloud für zuhause. Er speichert Dateien, Filme, Musik und Fotos und "serviert" sie an die Geräte wie Smart-TVs, Handys, Computer oder Tablets im Netzwerk. Eine 4 TB Platte mit separater Stromversorgung an die Fritz!Box angeschlossen und die USB-Platten am TV sind überflüssig. Die Konfiguration lief so ein Jahr in dem Haus in Norden. Der Router war im ersten Stock im Büro.

In Eschborn hängt der Router im Flur, und es gibt keine Möglichkeit eine größere Platte mit eigener Stromversorgung unterzubringen. Aber damit stand die nächste technische Ausbaustufe an ...

NAS

Ein NAS (Network Attached Storage) ist eine (oder mehrere) Festplatte(n), die über das Netzwerk im lokalen Netzwerk (LAN/WLAN) zugänglich ist. Es ermöglicht mehreren Nutzern, Fotos, Videos, Dokumente und Backups zentral zu speichern und darauf zuzugreifen. Typische NAS-Systeme bestehen aus Gehäuse, CPU, RAM, mehreren Festplatten und einer Art Betriebssystem. Viele Hersteller unterstützen den UPnP/DLNA-Standard, um auf dem NAS nicht nur Dateien bereitzustellen, sondern auch als Medienserver zu fungieren. Die Bedenkzeit war kurz ...

Synology DS223j NAS mit Medienserver

Die Auswahl fiel auf das Einsteigermodell von Synology, den DS223j. Dieses 2-Bay-NAS ist für Heimanwender und kleine Teams gedacht, die eine einfache Lösung für eine HomeCloud und Medienserver suchen. Kenndaten sind:

  • Realtek RTD1619B (Quad-Core, 1,7 GHz).
  • Arbeitsspeicher: 1 GB DDR4 (fest verbaut, nicht erweiterbar).
  • Laufwerksschächte: 2 Einschübe für 3,5" SATA-HDDs (2,5" SSDs nur mit optionalem Halter).
  • Anschlüsse: 1x Gigabit Ethernet (RJ-45), 2x USB 3.2 Gen 1.
  • Betriebssystem: Läuft mit dem aktuellen Synology DiskStation Manager (DSM) 7.2.

Den USB-Anschluss brauche ich für die 4 TB Festplatte mit allen Mediendateien. Ich habe dann den DS223j NAS als Leergehäuse ohne Festplatte gekauft, musste aber feststellen, dass sich das Betriebssystem ohne eine interne Platte nicht installieren ließ. Die Dateien der externen Festplatte konnte man als Medienserver konfigurieren, und die dann fällige neue 1 TB interne Festplatte als Home-Cloud-Speicher. Bei den Apple-Preisen für größere Festplatten in den Rechnern rechnet sich das allemal. Die Konfiguration lief straight forward.

Anschluss an Fritz!Repeater

Eine Imponderabilie gab es noch zu überwinden. Ein NAS muss ans Netzwerk bzw. LAN angeschlossen sein, und dafür ist der Anschluss via Netzwerkkabel vorgesehen! Zu dem Zweck habe ich einen Fritz!Repeater, der bisher im Dachgeschoss verwendet wurde, benutzt. Am Repeater ist eine Buchse für LAN-Kabel vorgesehen, und die ist jetzt mit dem NAS verbunden.

Fritz!Repeater

Mission accomplished?

So, nun sind also alle DVDs, CDs, Videoschnipsel und Fotos auf allen Fernsehern im Haus verfügbar.

Medienserver Screenshot 1Medienserver Screenshot 2

Und wir haben jetzt im WLAN einen privaten Cloud-Speicher, auf den wir von allen Rechnern aus zugreifen können.

Finder Medienserver

Das war die Mission. Die Reise ist aber noch nicht zu Ende, fürchte ich. Ich denke, ich werde den zweiten Slot mit einer 4 TB Festplatte belegen und die USB-Platte nur zum Backup nutzen. So oder so ähnlich. Und auf dem NAS können auch Anwendungen laufen, da geht also noch was ...

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