
INGRES 1993 — PostgresApp 2023
Bei meinem Job am RUS gab es irgendwann den Bedarf an einem DBMS. Der Anwendungsfall war für den WebServer — ich weiss nicht mehr was es genau war. Zur Umsetzung hatte ich damals ein INGRES DBMS installiert, Daten reingeladen und mittels dem CGI Mechanismus des WebServers darauf zugegriffen. Die Ergebnisse sind dann als HTML Seite formatiert ausgegeben worden. Das war ein früher Vorläufer auf das was dann Jahre später mit JSP und Servlets kommen würde — dynamische Seiteninhalte.
Aus INGRES ist im Laufe der Jahre POSTGRES geworden, ein ernsthaftes Public Domain DBMS, das wir auch auf meiner Arbeitstelle einsetzen. Jetzt wollte ich "funktional" da anknüpfen wo ich am RUS 1993 aufgehört hatte. Allerdings nicht mit einem CGI Aufruf, sondern SQL Queries aus einem JAVA Programm heraus absetzen und die Ergebnisse in statischen HTML Seiten mit den Ergebnissen erstellen. Und auch nicht auf einer Silicon Graphics Indigo sondern auf einem MacBook Pro. (Siehe nächsten Blog Eintrag.)
Das POSTGRES DBMS gibt es auch fix und fertig für MacOS — das war schnell installiert, dazu gibt es eine kleine App (PostgresApp) die einem das Rumturnen auf der Kommandozeile erspart.

Postico — GUI für Postgres
Erstaunlich war es für mich, zu sehen wie sich das Arbeiten mit dem Postgres DBMS vereinfacht hat. Es gibt eine Reihe von smarten Oberflächen für MacOS. Mit Postico kann man:
- Multi-File Queries editieren
- Daten eingeben, Editieren und Suchen
- Daten aus CSV Files einlesen
- Tabellen — genauer die Struktur (DDL) — anlegen
- und sogar Funktionen erstellen.
Das ist eine deutliche Erleichterung zu dem was ich kannte — das Kopieren und Editieren von Queries und DDLs erleichtert die Arbeit massiv. Der vi ist und bleibt nicht unbedingt komfortabel.

JDBC Treiber
Der nächste Punkt auf der Liste war es, einen JDBC Treiber zu installieren, ihn in JAVA einzubinden, SQL Statements aus dem JAVA Programm heraus abzusetzen und die Ergebnisse auszugeben.

Der JDBC Treiber musste einfach als .jar in der IDE zum Buildpath in der Eclipse IDE hinzugefügt werden, die APIs sind gut dokumentiert, und wie immer finden sich im Netz Beispiele und Tutorials mit denen man schnell produktiv wird.